Ein Baumhaus bauen



Ein Rückzugsort hoch oben in den Wipfeln der Bäume und dabei ganz im Einklang mit der Natur: Ein Baumhaus im eigenen Garten zu haben, liegt im Trend. Schon immer nutzten Kinder Baumhäuser, um sich bei abenteuerlichen Spielen so richtig auszutoben.

Aber laut der ARD-Ratgebersendung Haus und Garten wissen auch zunehmend mehr Erwachsene Baumhäuser als Ort der Entspannung zu schätzen. Und nicht wenige erfüllen sich nun diesen Kindheitstraum und bauen sich ihr eigenes Baumhaus. Ob das Baumhaus nun für Kinder, Erwachsene oder für mehrere Generationen gedacht ist, muss jeder selbst entscheiden. Beim Bau gibt es allerdings einige Faustregeln, die beachtet werden sollten - unabhängig davon, wer das Haus später nutzt.

Den passenden Baum finden

So muss als Erstes ein geeigneter Baum gefunden werden. Das Wichtigste hierbei ist, dass er gesund und groß genug ist. Falls bereits Schäden wie Pilzbefall oder Fäule an einigen Ästen zu sehen sind, sollte besser ein anderer Baum gewählt werden. Auch Arten, die sowieso schon als bruchanfällig gelten wie etwa die Esche, sollten lieber nicht genutzt werden. Die Äste sollten so stabil wie möglich sein und ausreichend Platz für das Baumhaus bieten. Am schönsten ist es, wenn das Haus in der Krone gebaut wird.

Welches Material verwendet wird, hängt in erster Linie von den Ansprüchen ab, die man an das Baumhaus stellt. Während für Kinder normalerweise ein einfaches Haus aus einer stabilen Holzplattform, Seitenwänden und einem Dach ausreicht, fühlen sich Erwachsene oftmals nicht ganz so wohl, wenn das Baumhaus nur zweckmäßig zusammengezimmert wurde.

Wenn genügend Zeit und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, sind bei der Größe und dem Material, aus dem das Haus bestehen soll, natürlich keine Grenzen gesetzt. Wenn das Werk jedoch eher einem klassischen Baumhaus entsprechen soll, sind Hölzer wie Eiche, Lärche oder Kiefer zu empfehlen. In jedem Fall sollte am Ende alles mit einem geeigneten Holzschutz behandelt werden, damit das Baumhaus lange hält und Freude macht.

Sicherheit geht vor

Die Sicherheit hat natürlich oberste Priorität. Wenn beispielsweise die Astgabelungen nicht ganz optimal verteilt sind, sollten zusätzliche Stützen angebracht werden, um den Bau abzusichern. Wenn das Baumhaus von vielen Kindern gleichzeitig genutzt werden soll, kann mit zusätzlichen Stabilisierungsmaßnahmen wie Beton gearbeitet werden. Der von der BR-Sendung Querbeet beim Bau eines Baumhauses begleitete Kindergarten in Pöring ist hierfür ein gutes Beispiel.

Damit das Haus in der luftigen Höhe betreten werden kann, muss zudem eine Leiter oder Treppe her. Strickleitern oder Leitern aus Holz, die am Baum befestigt werden, sind hierbei die Klassiker. Wer es bequemer - und sicherer - mag, kann auch eine Stahltreppe anbringen. Die wetter- und rutschfesten Treppen, bei denen am besten Pressroste die Stufen bilden, bleiben viele Jahre lang stabil und sorgen stets für einen angenehmen Auf- und Abstieg in das Baumhaus.

Regelmäßige Kontrolle

Wichtig für die Sicherheit ist zudem, dass keine Nägel oder Schrauben hervorstehen, an denen sich die „Baumbewohner“ verletzen könnten. Seile und Gute sind hier oft die bessere Lösung. Trotzdem sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob das Haus noch stabil ist.