Zimmertür selber einbauen

Zimmertüren überdauern leider nicht die Ewigkeit, nach Jahren nutzen sie sich mehr und mehr ab. Spätestens, wenn sie nicht mehr modern sind oder an einigen Stellen sichtbare Schrammen aufweisen, möchte man die Zimmertüren durch Neue ersetzen. Natürlich ist es möglich Zimmertüren durch Handwerker einbauen lassen. Doch wenn jemand zwei geschickte Hände hat und einen Sinn für das Handwerk, so kann er durchaus selber Zimmertüren im Eigenheim einbauen.

Zarge montieren

Zu allererst wird die Zarge montiert. Dafür werden die mitgelieferten Flachdübel in die vorgesehenen Schlitze eingesetzt und verklebt. Als nächstes werden in die Türzargen Doppelexzenter eingeschraubt. Gewöhnlich befinden sich dafür bereits vorgebohrte Löcher in den Zargenteilen. Diese sind an der Rückseite der Zarge zu finden und sorgen für festen Halt der Zargekanten. Stahlklammern werden im nächsten Schritt an die Kanten den Zargen mit einem Hammer angeschlagen. Diese sollen für zusätzlichen Halt sorgen. Werden die Zargen mit Abstandshaltern geliefert, so werden diese im nächsten Schritt aufgesetzt.

Zarge einsetzen

Nun kann die Zarge von einer Seite in die Türaussparung in der Wand eingesetzt werden. Achten Sie dabei auf die Seite, auf welcher die Tür später geöffnet werden soll. Mithilfe von Brettern und Bauklötzen bzw. Keilen kann die Zarge ausjustiert und passgenau ausgerichtet werden. Schraubzwingen helfen die Zarge in ihrer ausgeloteten Position zu fixieren. Messen Sie hierfür die eingesetzte Türzarge mit der Wasserwage gegeben falls nach. Eingeklemmte Holzlatten in der Türaussparung bzw. zwischen den Profilen sorgen dafür, dass der Montageschaum die Zarge nicht zu stark vom Mauerwerg wegdrückt. Anschließend können die Hohlräume zwischen Zarge und Wand mit Montageschaum ausgefüllt werden. Herausstehender PU-Schaum wird mit einem Cutter einfach nach dem Trocknen entfernt.

Abschlussarbeiten an Zarge und Tür

Nun werden die Scharniere in die vorgebohrten Löcher gesteckt und mit der Inbusschraube seitlich angezogen. Anschließend kann die Zierbekleidung der Zarge zusammengesteckt und mit einem Doppelexzenter fixiert werden. Diese Zierblende wird nun auf der Zarge zusammengesteckt, so dass die Türzarge an beiden Wandseiten abgeschlossen wird. Im nächsten Schritt wird das Türscharnier eingedreht, welches das Gegenstück zum Zargenscharnier darstellt. Bevor Sie nun die Tür einhängen, achten Sie darauf, dass alle Dichtungsprofile angebracht sind. Falls nicht, so können Sie das nun durchführen. Anschließend wird die Tür in das Scharnier eingehängt.

Türbeschlag anbringen

 

Türbeschlag anbringen

 

Im nächsten Schritt wird der Beschlag an das Türblatt montiert. Möchten Sie weiterführende Informationen zu diesem Thema einholen, so ist  die Seite von Tooler eine gute Adresse im Internet. Die Montage des Beschlags ist von seiner Ausführung abhängig. Gewöhnlich ist in der Montageanleitung der Türbeschläge eine Bohrschablone beigefügt, so dass Bohrlöcher mithilfe der Schablone einfach zu finden sind. Bohren Sie diese mit einem passenden Holzbohrer aus und montieren die Federplatten und den Beschlag an das Türblatt. Beachten Sie dazu die Montageanleitung. Der Beschlag wird gewöhnlich mit einer Inbusschraube oder Kreuzschraube montiert.

Mögliche Montagefehler

Manchmal kann es trotz größter Sorgfalt zu Montagefehlern an Türzarge oder an der Tür kommen. Das äußert sich vor allem daran, dass Türen sich nicht einwandfrei schließen oder öffnen lassen. Auch kann es passieren, dass Türen von selber zufallen oder aufgehen. Es gibt Fälle, in denen das Türblatt zu lang ist und am Boden aufsetzt. Das Bewegen der Tür ist in diesem Fall unmöglich. Besonders was die Höhe der Tür angeht, kann hier mit einem Fitschenring nachgeholfen werden. Bewegen sich Türen von selber auf oder zu, so kann das an einem schlecht ausgerichteten Scharnier oder einer Zarge liegen, die nicht lotgerecht eingebaut wurde. Hängen Sie die Tür dazu am besten wieder aus und ziehen das Scharnier etwas nach außen oder drücken Sie es weiter nach Innen. Hängen Sie anschließend die Tür wieder ein und wiederholen den Vorgang, bis das Scharnier ausgelotet scheint. Achten Sie ebenfalls auf das türseitige Scharnier, auch dieses kann nicht einheitlich im Vergleich zu oben und unten eingebaut sein.  

Fazit

Die Montage von Tür und Zarge bedarf etwas handwerkliches Geschick. Wer sich das zutraut, wird es mit etwas Einsatzbereitschaft durchaus hinbekommen können. Montagefehler können durchaus ausgebessert werden. Vor allem ist jedoch Geduld und Genauigkeit gefragt, um Folgefehler zu umgehen. Speziell der Einbau von Zimmertüren ist möglich, während Haustüren aufgrund der Einbruchsicherheit von einem Fachmann eingebaut werden sollten. Sind Sie sich in puncto Qualität und Ausführung von Tür und Zarge unsicher, so lassen Sie sich im Fachhandel beraten lassen. So können vor Ort Fehler beim Kauf oder bei der Montage umgangen werden.

Quelle Fotos: pixabay.com