Welche Leuchtmittel passen in welchen Raum?

Früher war vielleicht nicht alles besser, aber einiges sicher einfacher. Wenn man beispielsweise einen Raum beleuchten wollte, nutzte man einfach die handelsüblichen Glühbirnen in verschiedenen Watt-Stärken. Nachdem diese Leuchtmittel nun jedoch in Deutschland nicht mehr verkauft werden, ist die Auswahl größer geworden, da mit LED, Halogen- und Energiesparlampe gleich mehrere Leuchtmittelarten in die Fußstapfen der guten alten Glühbirne treten wollen. Wir geben einige Hinweise, in welchem Raum und zu welchem Zweck sich welche Leuchtmittelart am besten eignet.

Welche Leuchtmittel gibt es eigentlich?
Die gängigsten Leuchtmittel in deutschen Haushalten sind Kompaktleuchtstofflampen, die umgangssprachlich auch als Energiesparlampen bezeichnet werden, obwohl dieser Begriff auch auf andere Leuchtmittelarten passt. Eine Kompaktleuchtstofflampe zählt zu den Quecksilberdampf-Niederdrucklampen und funktioniert im Grunde durch die Verdampfung von Quecksilber durch eine elektrisch erzeugte Vorheizung. Bis das Quecksilber verdampft ist und die volle Leuchtleistung erbringt, vergeht eine Weile, weswegen diese Energiesparlampen auch nicht sofort ihre volle Leuchtkraft entfalten. Eine Alternative sind LED-Lampen (Licht erzeugende Dioden). Diese sind ebenfalls sehr energieeffizient und funktionieren Lumineszenzfarbstoffe und Leuchtdioden, die sofort volles helles Licht abgeben können.  Daneben gibt es noch die sehr hellen, aber weniger effizienten Halogenlampen sowie weniger verbreitete Sonderformen wie etwa Gasentladungslampen. Eine Übersicht über die Leuchtmittelarten findet sich unter diesem Link.

Energiesparlampe

Direktes Licht in Küche und Bad durch Energiesparlampen
Die gemeinhin als Energiesparlampen bekannten Leuchtmittel erfreuen sich aufgrund mehrerer Faktoren großer Beliebtheit. Sie sind günstig, langlebig und zuverlässig und bringen volle Leuchtkraft in den verschiedensten Einsatzbereichen. Energiesparlampen eignen sich somit gut für Küche und Bad als Deckenlampenbestückung, denn in diesen Räumen braucht man oft ein klares, helles Licht, das jedoch nicht zu grell ist. Der Umstand, dass diese Art von Leuchtmittel nicht sofort in voller Leistung strahlt, ist bei Küche und Bad meist zu vernachlässigen. Viele Menschen mögen es sogar, dass das Licht anfangs etwas gedimmt erscheint – etwa wenn man nachts einmal auf die Toilette muss. Alternativ kann man natürlich darüber nachdenken, generell alle Lampen mit einer Dimmfunktion auszustatten, um den anfänglichen Vorteil der Dimmung auch im Nachhinein selbst steuern zu können. Eine Dimmfunktion empfiehlt sich besonders für das Wohnzimmer, wenn abends eine gemütlichere Atmosphäre herrschen soll, tagsüber aber klareres Licht zur Hausarbeit gebraucht wird.

Indirektes Licht im Wohnzimmer durch LED
Natürlich kann man herkömmliche Energiesparlampen auch im Wohnzimmer verwenden, doch noch besser eignen sich hier LEDs. Dioden-Lampen strahlen sofort in voller Helligkeit und geben ein sehr weißes Licht ab. LEDs sind daher ideal für indirektes Licht, etwa durch Deckenfluter, aber auch für Stehlampen und weitere Nebenlichtquellen im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer. Richtig edel wirken LEDs aber, wenn Möbel und Wände gezielt aus- bzw. angeleuchtet werden. Einzelne Dioden in der Vitrine erzeugen tolle Effekte und setzen Gläser und Vasen effektiv in Szene. An dieser Stelle verweisen wir auch gern noch einmal auf unseren Artikel über die Ausleuchtung von Möbeln mit LEDs. Die Leuchtstoff-Dioden werden übrigens auch gern für das Flurlicht eingesetzt. Anders als Energiesparlampen geben LEDs sofort die volle Helligkeit ab, was gerade im Flur häufig gewünscht wird.

Helles Halogen in den Kronleuchter
Eine seltenere, aber nicht zu verachtende Form des Leuchtmittels bildet die Halogenlampe. Zwar ist diese nicht so sparsam und effizient wie LEDs oder Energiesparlampen, doch hat eine Halogenlampe durchaus gewisse Vorteile, die sich in der Wohnung geschickt nutzen lassen. So wirkt Halogenlicht beispielsweise sehr hell und eher kalt. Daher kommen Halogenlampen auch gerne in Arbeitszimmern oder in Leseleuchten zum Einsatz. Doch auch in einem echten Kronleuchter im Wohnzimmer entfaltet eine Halogenlampe eine optisch beeindruckende Kraft, da sich das helle kalte Licht in den Glasbesätzen des Leuchters sehr ansprechend und vielfältig bricht. Der Nachteil ist dabei jedoch, dass Halogenlicht gerade durch die kalte Farbe von vielen als eher ungemütlich empfunden wird.

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