Webrahmen selber bauen



Besonders wenn die Tage wieder kürzer und kühler werden, sehnt man sich danach am Abend etwas handwerkliches zu tun. Es müssen nicht immer die kostspieligen Hobbys sein, die Freude machen. Manchmal kann man auch mit einfachen Materialien schöne Dinge selber machen. Wie wäre es in dem Fall mit einem einfachen Webrahmen. Natürlich kann man diesen in einer kleinen Größe für wenig Geld kaufen, aber soll er doch etwas größer ausfallen, so steigt der Preis für einen Webrahmen schnell in die Höhe. Dabei ist es gar nicht so schwierig einen Webrahmen selber zu bauen. Das einzige was man benötigt, sind Holzrahmen beziehungsweise Latten, Schrauben und Nägel. Bevor man sich jedoch daran macht einen Webrahmen zu bauen, sollte man genau im Kopf haben, was gewebt werden soll. Wenn Sie an einen Teppich Marke Selbstbau denken, so sollte der Webrahmen mindestens so groß wie die gewünschte Größe des Teppichs sein. Hat man sich einen Webrahmen selber gebaut, so kann man alle möglichen Materialien miteindander verweben. Es muss sich dabei nicht nur um Wolle und Garne handeln, sondern kann auch in Richtung Stoffverwertung gehen. Verweben Sie doch einfach alte ausrangierte Stoffe von unbrauchbaren Kleidungsstücken. Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

Benötigte Materialien für den Webrahmen

  • 2 Holzlatten für die Breite
  • 2 Holzlatten für die Länge
  • 8 Holzschrauben
  • Schleifpapier, feine, mittelgrobe Körnung
  • 1 große Packung kleiner Nägel mit kleinen, runden Nagelköpfen


 

Bauanleitung Webrahmen

Achten Sie beim Kauf der Latten auf eine glatte Oberfläche. Ich empfehle Latten mit einer Breite von mindestens 3 cm zu kaufen, so wird der Webrahmen stabiler. Beim Kauf können Sie natürlich eine 2,5 m lange Holzlatte kaufen, die Sie in vier Teile zersägen! Bevor Sie sich daran machen die Latten miteinander zu verschrauben, empfehle ich Ihnen die Oberfläche abzuschleifen. Das ist wichtig, damit Sie sich beim Weben nicht verletzten und sich die Wolle nicht an den Latten verkeilt. Ist die Oberfläche geglättet geht es an die Markierungen für die Nägel. Die Nägel stellen sozusagen die Aufhängung für die Fäden dar, durch welche gewebt werden soll. Das bedeutet, das an der oberen und unteren Latte des Webrahmens Nägel in gleichen Abständen zueinander angebracht werden. An jeden Nagel wird später ein Faden aufgespannt. Achten Sie daher darauf die Nägel nicht zu weit von einander einzuschlagen. Zudem sollten Sie tief genug in die Latten geschlagen werden, damit sie nicht beim Spannen herausfallen. Ich empfehle zwischen den Nägeln einen fingerbreiten Abstand zu lassen. Schlagen Sie die Nägel in die Latten, die oben und unten am Webrahmen vorgesehen sind, ein. Im nächsten Schritt wird der Webrahmen mit den Seitenlatten verschraubt. Bohren Sie dafür die Löcher mit einem kleinen Holzbohrer vor, damit das Holz beim Schrauben nicht auseinander bricht. In Jede Ecke des Webrahmens gehören nach Möglichkeit zwei Schrauben.

Weben mit dem selbst gebauten Webrahmen

Im Prinzip ist der selbstgebaute Webrahmen soweit fertig. Besorgen Sie sich noch einen grobzackigen Kamm, dann können Sie Ihre Webarbeit herunterdrücken. Zum Weben müssen Sie den Webrahmen nun bespannen. Dazu wird am ersten Nagel des Webrahmens (oben oder unten) ein Faden verknotet und reihum durch den ganzen Webrahmen von oben nach unten und unten nach oben gezogen. Am letzten Nagel angekommen wird der Faden wieder verknotet. Ist der Webrahmen bespannt können Sie nun Reihe für Reihe mit Ihrer Webarbeit anfangen. Entweder Sie benutzen zum Weben Garne oder zugeschnittene Stoffbänder, die ein schnelles Vorankommen garantieren. Speziell Teppiche können mit dicken Stoffen schnell selber gewebt werden. Wer möchte kann hier auch Bast einspannen und mit Naturmaterialen weben. Besonders für Dekorationszwecke können solche selbst gewebten Gegenstände effektvoll im Garten eingesetzt werden. Sie werden sehen, dass Sie mit einem Webrahmen Marke DIY viele Gestaltungsmöglichkeiten haben!