Sicher arbeiten in der Hobby-Werkstatt

Im Berufsleben gilt: bestimmte Berufe erfordern entsprechende Arbeitsschutzbekleidung. Einsatzgebiete dafür sind im medizinischen wie im handwerklichen Bereich zu finden. Die richtige Arbeitsschutzbekleidung dient dazu, berufsspezifische Gefahren für den Arbeitsnehmer abzuwenden und seine Gesundheit zu erhalten. So vielfältig, wie die Quellen der Gefahren sind, zu umfangreich sind auch die schützenden Kleidungsstücke zu finden.

Allseits bekannt aus dem Baugewerbe ist der Helm, der auf Baustellen auch von Besuchern wie Architekten oder Kontrolleuren getragen werden muss. Beim Sägen und Schleifen schützen die Schutzbrille und die Atemmaske die Augen und die Lunge vor Verletzungen. Sicherheitsschuhe sind in allen Bereichen Pflicht, wo schwere Gegenstände fallen und die Füße verletzen könnten. Die Feuerwehr ist einer der Arbeitgeber, die spezielle Schutzanzüge vorschreibt, damit der Körper vor den Folgen eines Brandes geschützt ist. Die richtige Arbeitsschutzbekleidung ist für diese Berufsgruppen gesetzlich vorgeschrieben und der Arbeitgeber hat die Schutzkleidung zur Verfügung zu stellen und seine Arbeitnehmer in die richtige Handhabung einzuweisen. Kontrolliert wird dies von den Berufsgenossenschaften und den Gewerbeämtern.

Das Unfall-Risiko für Heimwerker

Gerade im häuslichen Bereich, und hier gerade, wenn die Werkstatt nur ab und zu mal genutzt wird, wird jedoch selten gerne viel Geld für die richtige Arbeitsschutzbekleidung ausgegeben. Dabei kommt es häufig zu Unfällen, die auch mit geringem Geldeinsatz vermeidbar gewesen wären. Die vier häufigsten Unfallursachen im Heimwerker-Bereich sind die Verletzung mit spitzen und scharfen Gegenständen mit sage und schreibe 44%, gefolgt von Zusammenstößen, Stürzen und Fremdkörpern (z. B. ins Auge). Die Küche als Unfallort kann praktisch ausgeschlossen werden, denn diese Statistik betrifft ausschließlich männliche Patienten. Die häufigste Verletzungsart sind dabei mit immerhin 41,5 % offene Wunden gefolgt von Prellungen und Knochenbrüchen. Die Körperteile, die am häufigsten von Verletzungen im Heimwerkerbereich betroffen sind, sind Finger und Hände mit 46,7% gefolgt von Kopf und Gesicht sowie Fuß und Zeh.

Die richtige Arbeitskleidung - was ist möglich und sinnvoll?

Verletzungen an Füßen und Zehen sind vermeidbar, wenn der Bereich der häuslichen Hobby-Werkstatt ausschließlich mit Arbeitsschuhen betreten wird. Für den gelegentlichen Gebrauch sind jedoch keine teuren und komfortablen Modelle nötig. Günstige Arbeitsschuhe werden auf dem Markt bereits ab EUR 20,- angeboten. Verletzungen der Augen sind ebenfalls einfach zu vermeiden. Wird in der häuslichen Hobby-Werkstatt mit ätzenden Flüssigkeiten wie z. B. Batteriesäure gearbeitet oder mit Säge und Schleifmaschine kleinste Teilchen in der Luft verteilt, die Lunge und Augen schädigen könnten, so ist eine Schutzbrille angeraten. Einfache Modelle, die für gelegentliche Aufgaben völlig ausreichen, sind schon für um die EUR 10,- zu haben. Achten Sie darauf, dass die Schutzbrille gut sitzt und den Bereich um die Augen möglichst gut abschließt. Atemmasken sind Cent-Artikel, die in einer Hobby-Werkstatt auf keinen Fall fehlen sollten. Finger und Hände lassen sich am leichtesten mit entsprechenden Arbeitshandschuhen vor offenen Wunden schützen. Für einfache Modelle müssen Sie hier lediglich um die EUR 5,- ausgeben.

Die richtige Arbeitskleidung - was ist ihre Gesundheit ihnen wert?

Eine Latzhose ist zwar praktisch, hat aber letztlich keinen großen schützenden Nutzen, so dass sie hier auch mit einer normalen Jeans vorlieb nehmen können. Vorgeschrieben ist eine entsprechende Schutzhose dagegen auch im häuslichen Bereich, wenn sie mit einer Kettensäge arbeiten. Hier allerdings lohnt sich ein Blick in aktuelle Tests, um sich von der Qualität des Angebotes ein Bild zu machen. Der Schaden, den eine Kettensäge bei mangelhafter Schutzkleidung anrichten kann, ist lebensbedrohlich. Selbstverständlich sollte auch der Hobby-Imker auf die richtige Arbeitsschutzbekleidung im Umgang mit seinen Bienenvölkern nicht verzichten.