Schweißgeräte – eine Übersicht

Wer kennt die Situation nicht?! Der geliebte Metallstuhl bricht auseinander – und wie gerne hätte man ihn noch einige Zeit genutzt, besonders deshalb, weil er Teil einer Sitzreihe aus 6 zusammengehörenden Stühlen ist. Wenn die durchgebrochene Stelle das einzige Manko an diesem Metallstuhl ist, so gibt es noch die Möglichkeit, den Stuhl an dieser Stelle zu verschweißen. Doch Schweißgerät ist nicht gleich Schweißgerät. Im Fachhandel gibt es einige Varianten von Schweißgeräten. Und wer so ein Stück sein Eigen nennen darf, der wird relativ schnell feststellen, dass die Einsatzmöglichkeiten in punkto Metallbearbeitung sehr vielfältig sind.

Was ist ein Schweißgerät?

Unter einem Schweißgerät wird ein Gerät verstanden, welches zum Verbinden von vornehmlich metallischen Gegenständen eingesetzt wird. Die zugefügte Wärme dient dazu, Baustoffe zu verflüssigen oder diese zu beschichten, zu verbinden oder zu zerlegen. Doch ein Schweißgerät übt nicht nur Wärme, sondern auch Kraft in Verbindung mit Bewegung auf die bearbeiteten Bauteile aus.

Das Autogenscheißgerät

Unter dem Begriff Autogenschweißen versteht man ein Gerät, welches mit einem Gemisch aus Ethin und Sauerstoff betrieben wird. Dieses Schweißgerät wird auch Schweißbrenner genannt. Die austretenden Gase stellen die Wärmequelle dar. Solche Schweißbrenner sind in der Lage Schweißdraht zu schmelzen, wodurch Eisenteile miteinander verbunden werden können. An dem sogenannten Schweißbrenner sind Griffstück mit  Anschlüssen und Regulierventile zu finden. Aus jenen treten die Gase aus. Die Brennerdüsen können bei Bedarf entsprechend der Dicke der zu schweißenden Werkstücke ausgetauscht werden. Gas-Anschlüsse am Schweißberenner sorgen mittels Schläuchen für eine Verbindung zu den Gasflaschen.

Das Lichtbogenschweißgerät

Beim dem sogenannten Lichtbogenschweißgerät sorgt Strom für die enorme Hitze, die für das Schweißen maßgeblich ist. Dieser erzeugt den gleichnamigen Lichtbogen, der das Schweißen ermöglicht.

schweißen

Das MAG-Schweißgerät

MAG steht für das Metall-Aktivgas-Verfahren. Das Prinzip dieser MAG-Schweißgeräte besteht darin, dass zwischen einer aus dem Gerät angebrachten Drahtelektrode und dem Werkstück ein Lichtbogen aufgebaut wird. Solche MAG sowie MIG-Schweißgeräte werden u.a. unter der Adresse von teamwelder.com vertrieben. Schutzgas wird über die Gasdüse durch ein Stromkontaktrohr beigefügt, damit der Schmelzvorgang vor den ungünstigen Einflüssen der Luftatmosphäre geschützt wird. In diesem Gasgesmisch sind Argon, Sauerstoff und CO2 enthalten. Ein genaues Mischverhältnis der Gase ist entscheidend für den Erfolg beim Schweißen.

Das WIG-Schweißgerät

Beim WIG-Schweißgerät spricht man von dem sogenannten Wolfram-Inertgas. Dabei entsteht ein Lichtbogen zwischen einer nicht schmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück innerhalb einer Schutzgasatmosphäre. Argon, Helium, Wasserstoff sowie die Gemische daraus kommen als Schutzgase zum Einsatz.

Widerstandspressschweißgerät

Das Widerstandspressschweißen funktioniert auf der Basis des Joule'schen Gesetzes. In diesem Zuge werden die zu verschweißenden Werkstücke zusammengepresst und von einem hohen Strom durchzogen. Das Metall an der Verbindung fängt an zu schmelzen.

Die Vielseitigkeit des Schweißens

Wer an Schweißen denkt, verbindet damit meistens ein Bild, wie ein Mensch mit einem Schutzanzug bekleidet ein Metallwerkstück in der Fabrikhalle verarbeitet. Aber das Schweißen muss sich nicht nur auf die Reparatur, Montage oder Verarbeitung innerhalb von Industrieanlagen beschränken. Es gibt auch Handwerker, die sich speziell auf die künstlerische Arbeit mit Schweißgeräten konzentrieren. So werden moderne Kunststücke aus Metall gerne mit Hilfe eines Schweißgerätes gefertigt. Die punktgenaue Arbeit mit so einem Werkzeug ist dabei von großer Bedeutung.

Auch aus KFZ- Werkstätten und anderen metallverarbeitenden Betreiben sind Schweißgeräte nicht wegzudenken. Das Einsatzgebiet von Schweißgeräten ist demnach in der gesamten Metallverarbeitung unerschöpflich. Schutzanzüge und eine umfangreiche Einarbeitung bzw. Ausbildung an diesem Gerät sind Voraussetzung, um Schäden und Unfälle zu vermeiden. Doch gekonnt eingesetzt, ist das Schweißgerät in der Hand eines Handwerkers für viele metallverarbeitende Zwecke einsetzbar und unentbehrlich.

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