Pool im Garten – Tipps und Tricks

Spätestens wenn der Sommer naht, schwelgen die Gedanken zu einem eigenen Pool im Garten. Denn so ein Pool verspricht während der heißen Sommermonate eine kühle Erfrischung. Nicht nur Kinder erfreuen sich an einem Gartenpool, auch Eltern können davon profitieren. Während es vor Jahren lediglich Pools gab, die im Erdboden versenkt werden mussten, so wird es für den Gartenbesitzer heutzutage immer einfacher einen mobilen Pool zu nutzen. Denn die Palette an Gartenpools hat im Laufe der Zeit zugenommen und bleibt  für den kleinen Geldbeutel leicht erschwinglich. Auch die Pflege der Pools ist weitaus nicht so kompliziert wie gedacht, denn Komplettpflegesets und eine Vielfalt an Zubehör können dem Badespaß freien Lauf lassen. Lesen Sie im folgenden, welche Poolart für Sie die geeignetste ist und wie Sie Ihren künftigen Pool auf spielerische Art und Weise pflegen können.

Arten von Gartenpools

Das Einsteigermodell – der Aufstellpool

In vielen Baumärkten gibt es bereits das typische Einsteigermodell eines Pools. Dabei handelt es sich zumeist um den Aufstellpool mit einem luftgefüllten Poolring. Das Prinzip dieses Pools ist relativ einfach – genau so wie sein Aufbau. Auf einem geraden, ebenmäßigen und wenn möglich weichen Untergrund wird die Poolfolie ausgelegt, der Luftring aufgeblasen und das Becken mit Wasser gefüllt. Im nächsten Schritt wird nur noch die Pumpe angehängt und fertig ist der Badespaß. Der Anschaffungspreis eines solchen Aufstellpools liegt bei ca. 100,- € je nach Größe und Ausführung.

Das Stahlrohrbecken

Das Stahlrohrbecken gehört ebenfalls zu den Einsteigermodellen eines Pools jedoch ist seine Anschaffung etwas teurer. Dabei sorgt eine Stahlkonstruktion für die Stabilität des Pools. Beim Aufbau wird zuerst die Stahlform zusammengesteckt. Über diese wird die Poolfolie gespannt. Anschließend kann das Wasser eingefüllt werden. Wie beim Aufstellpool ist auch bei diesem Pool auf einen ebenen und gepolsterten Untergrund zu achten, damit die Poolfolie keinen Schaden beim Baden nimmt. Das Stahlrohrbecken ist in der Anschaffung etwas teurer als das Aufstellbecken. Im Vergleich zum Aufstellpool soll das Stahlohrbecken etwas stabiler sein und mehr Wasser fassen.

Das Stahlwandbecken

Das Stahlwandbecken ist die fortgeschrittene Form der Gartenpools. Wie der Name schon sagt, wird das Grundgerüst mittels einer Stahlwand aufgestellt. Die Stahlwände sind gewöhnlich flexibel und erhalten ihre Form durch mitgelieferte Profilleisten, in welche die Stahlwände montiert werden. Spezielle Verbindungsstücke sorgen für den benötigen Halt des Pools. Werden die Stahlwände fertig montiert, kann im nächsten Schritt die Poolfolie eingelegt werden. Der Poolfilter kann in die Stahlwände eingebaut werden, was bestimmte Bohrungen voraussetzt. Der Stahlwandpool kann sowohl im Boden eingesenkt werden aber auch auf dem Rasen stehen. Das hängt von der jeweiligen Ausführung ab. Ein Abbau über den Winter ist zwar möglich, aber aufgrund seiner Komplexität nicht praktikabel. Das Stahlwandbecken ist die teuerste Form der Gartenpools jedoch auch die stabilste und langlebigste.

Poolzubehör

Pflege von Gartenpools

Um viele Jahre Freude an einem Becken zu haben, ist eine gute Poolpflege zwingend erforderlich. Die Poolpflege ist nicht kompliziert. Im Grunde bedarf es drei grundsätzlicher Komponenten:

  • Poolfilter
  • ph – Wert- Regulierer
  • ph - Wert - Messstreifen
  • Desinfektionsmittel

Beim Poolfilter gibt es zwei grundsätzliche Varianten. Die einfachen Poolfilter sind in vielen Einsteiger- Pool- Sets enthalten. Dabei handelt es sich um einfache Filterpumpen mit einer Kartusche. Die Leistung dieser Pumpen ist stark begrenzt. So, dass sie für kleine Pools mit geringer Wasserumwälzung und leichter Verschmutzung gedacht sind. Daneben gibt es sogenannte Sandfilterpumpen. Bei diesen Pumpen handelt es sich um leistungsstarke Filteranlagen, die durchaus für eine hohe Umwälzung des Wassers sorgen und auch grobe Verunreinigungen aus dem Pool entfernen können.

Neben der mechanischen Reinigung des Wassers ist auf eine einwandfreie ph-Wert- Regulierung zu achten. Es ist möglich einen ph-Wert-Senker wie auch einen Ph-Wert- Heber zu verwenden. Der ph- Wert des Wassers hängt zumeist von der Region ab, in der ein Pool aufgestellt wird. Ein optimaler ph-Wert liegt zwischen 7 und 7,4. Ist dieser gewährleistet, so können die Desinfektionsmittel im Wasser optimal wirken.

Zu den Desinfektionsmitteln von Poolwasser gehören Chlor, Aktivsauerstoff und Brom. Diese Mittel sorgen für ein sauberes Wasser und verhindern das Bilden von Algen im Pool. Chlor, Aktivsauerstoff und Brom kosten jeweils unterschiedlich. Die Wahl des Desinfektionsmittels hängt unter anderem von der eigenen Verträglichkeit ab. Es gibt Menschen, die auf das eine oder andere Mittel allergisch reagieren.  

Poolarten

Nützliches Zubehör für Gartenpools

Einfaches Poolequipment kann dem Poolbesitzer helfen, den Pool rein zu halten und mehr Freude zu entwickeln. Dazu zählen unter anderem:

  • Skimmer
  • Sauger
  • Kescher
  • Beckenbürsten
  • Solarmatten, Poolheizung
  • Beleuchtung
  • Abdeckung

Die mechanische Reinigung stellt einen nicht zu unterschätzenden Effekt dar. Denn während die chemischen Reiniger für optimale Wasserwerte sorgen, entfernen einfache Hilfsmittel wie Skimmer, Sauger, Kescher oder Beckenbürsten die großen Verunreinigungen, die zu schlechten Wasserwerten führen können. Speziell Blätter oder anderer diverser Schmutz können auf diese Weise spielend entfernt werden. Eine effektive Abdeckung kann den Pool vor hereinfallender Verschmutzung schützen und sorgt zudem für eine angenehme Wärme an der Wasseroberfläche. Auch ein Fussbad, welches vor dem Einstieg in den Pool aufgestellt wird, kann vermeiden, dass Schmutz in den Pool getragen wird.

Utensilien wie Beleuchtung, Dusche, Poolbar oder Sprühanlagen erhöhen die Freude am eigenen Pool und können durchaus überdacht werden. Während eines kühleren Sommers kann die Beheizung mittels Solarmatten etc. die Temperaturen im Pool anheben und für größeren Badespaß sorgen. 

Fazit

Ein eigener Pool im Garten ist eine Wohltat während der heißen Sommermonate. Wer sich Gedanken über einen eigenen Pool macht, sollte vor allem über dessen Art nachdenken. Jede Poolart hat seine Vor- und Nachteile. Doch neben der Anschaffung des eigentlichen Pools ist auch dessen laufende Pflege und Unterhalt zu überdenken. Planen Sie vorab wie groß der Pool in Höhe und Tiefe ausfallen darf und ob er mobil oder fest installiert sein soll. Wenn man sich über einige Eckpunkte klar geworden ist und auch die finanziellen Aspekte stimmen, steht dem Wasserspaß im eigenen Garten nichts entgegen.

Quelle Fotos: pixabay.com