Notkocher selber bauen

Das Survival-Training macht es uns vor, in schwierigen Umständen zu überleben. Ganz genau dabei geht es bei dem Wort survival. Wer einmal ganz auf sich selbst gestellt ist und von jeglicher Versorgung abgeschnitten ist, sollte auch mit wenigen Handgriffen durch einfache Survival-Instrumente über die Runden kommen. Ganz nach diesem Motto wollte ich Ihnen an dieser Stelle einen kleinen Notkocher vorstellen, den sich jeder selber mit einigen Handgriffen bauen kann. Der sogenannte Notkocher soll keinen Ersatz für einen richtigen Kocher darstellen, jedoch eine Alternative in Notzeiten darstellen, um wenigstens etwas Wasser zu erwärmen. Auch Kinder profitieren beim Bau solcher kleinen Projekte davon, die Welt um sie herum besser zu begreifen und einfache Abläufe kennen zu lernen.

Was braucht man für einen Notkocher?

Es hängt immer davon ab, in welcher Situation man sich befindet. Ist man immer noch in der eigenen Umgebung, kann man von Materialien ausgehen, die zur Verfügung stehen. Findet man sich jedoch in der freien Natur wieder, muss man auf das zurückgreifen, dass uns die Umwelt bietet.

Notkocher für zu Hause selber bauen:

  • 8 gleich große Steine
  • 2 Backbleche
  • 10 Teelichter


Bei dieser Art des Notkochers benötigt man kein Werkzeug. Der Notkocher wird lediglich aufgebaut. Dazu wie folgt vorgehen: legen Sie das erste Backblech auf Ihre Arbeitsplatte. Anschließend platzieren Sie die Steine an den Rändern des Backbleches – in jede Ecke und an den Seiten jeweils einen Stein platzieren. Testen Sie, ob das zweite Backblech stabil auf die Steine aufgelegt werden kann. Wenn nicht, korrigieren Sie den Stand der Steine. Statt Steine können Sie auch gleich große Tassen verwenden – von Gläsern rate ich ab, das sie unter Hitzeeinwirkung springen könnten. Liegt das zweite Blech stabil auf Ihrem Aufbau, so entfernen Sie dieses und setzen die entzündeten Teelichter in die Mitte des unteren Backbleches. Nun können Sie das zweite Backblech wieder auflegen und darauf kleine Sachen erwärmen – achten Sie dabei stets auf die Kerzen, damit sie sich nicht zu einem größeren Feuer entwickeln (manchmal verbinden sich die Flammen einzelner Kerzen zu einer großen, unberechenbaren Flamme). Lassen Sie diesen Notkocher Marke Eigenbau daher keinesfalls unbeaufsichtigt.

Unterwegs Kochen

Ist man in der Natur unterwegs, so kann man sich zur Notrein Lagerfeuer machen, wenn keine Möglichkeit besteht anderweitig zu kochen. Stellen Sie sich dazu einen Steinkreis auf, auf dem Sie auch einen Topf oder eine Pfanne aufstellen können. Zünden Sie in der Mitte ein Feuer aus Brennholz an.



Kleinen Notkocher selber bauen

Sie brauchen:

  • 1 große Blechdose
  • selbstentzündbare Kohle

Möchten Sie sich auf so ein Survival Abenteuer vorbereiten, so können Sie sich einen kleinen Notkocher aus einer großen Blechdose vorbereiten. Diese Dose sollte mindestens einen Durchmesser von 15 cm aufweisen, damit die aufgelegten Gegenstände auch stabil aufliegen. Bohren Sie die Blechdose in der Mitte mehrmals auf, so dass die Luftzufuhr garantiert ist. Besorgen Sie sich im Handel selbst entzündbare Kohle, die nur mit etwas Feuer von selber zündet. Diese passt in jede Hosentasche und bringt auch Brennholz etc. zum Brennen. Es gibt im Handel große und kleine selbstentzündbare Kohle. Ich empfehle für diesen Fall große Kohle zu besorgen. Legen Sie diese selbstentzündbare Kohle in die Mitte der Blechdose und legen Sie evt. Etwas Brennholz bei, um ein kleines Feuer in dem selbst gebauten Notkocher zu entzünden. Wenn sich genügend Hitze zum Kochen entwickelt hat, können Sie Ihre Pfanne oder einen Topf auf die Blechdose stellen und diese zum Erwärmen benutzen. Achten Sie dabei auf einen guten Stand der Blechdose und einen feuerfesten Untergrund, um kein unbeabsichtiges Feuer in der Natur zu entfachen.

Das Zünden des Feuers stellt das größere Problem dar, wenn Sie kein Feuerzeug dabei haben. Ich rate Ihnen daher in der Natur stets einen Zünder mit sich zu führen, welcher eine Feuerentwicklung ermöglicht. Das kann ein Feuerzeug, Streichholz oder Magnesiumstab sein, der sich auch mehrfach benutzen lässt.

Es gibt speziell für Unterwegs auch Notkocher zu kaufen. Solche sind gewöhnlich entweder mit einer Brennpaste oder einem kleinen Gasanschluss zu bedienen. Ich rate jedem selber sich nach dem geeigneten Gerät umzusehen. Möchte man in die Natur, so plant man so ein Vorhaben bei Zeiten. Die obere Variante, bei der mit Kerzen gekocht wird, entspricht jener, die im absoluten Notfall helfen soll, nicht auf Feuer zu verzichten. Auch dafür muss man im Haushalt über Kerzen verfügen. Denken Sie vielleicht bei Ihrem nächsten Großeinkauf einfach daran, mehr Kerzen mit zunehmen, als Sie momentan brauchen können. Immerhin können Sie diese auch länger liegen lassen, ohne dass sie an Qualität einbüßen. So können Sie zur Not auch einen Notkocher mit wenigen Handgriffen selber bauen. Immerhin entwickelt eine Mehrzahl von Kerzen eine enorme Hitze, die auch zum Erwärmen des Raums eingesetzt werden kann, wenn mal die Heizung ausfällt.