Laminatböden für das Eigenheim

Laminat erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es über verschiedene Dekore verfügt, leicht zu verlegen, pflegeleicht und erschwinglich ist. Doch auch beim Kauf sollte man schon auf den einen oder anderen Punkt beim Laminat achten. Denn Laminat ist nicht gleich Laminat. Es gibt unterschiedliche Ausführungen und Merkmale beim Laminat.

Worauf beim Kauf von Laminat zu achten ist….

Nutzungsklassen von Laminat

Der große Vorteil von Laminatböden ist seine Vielseitigkeit. Laminat gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Womit es sich für privaten wie gewerblichen Einsatz eignet. Die verschiedenen Einsatzbereiche werden durch sogenannte Nutzungsklassen angegeben. Die Abnutzung des Bodens hängt von seinem jeweiligen Einsatz ab. Ein Boden in Geschäftsräumen eines Büros wird stärker beansprucht als die Abstellkammer einer Wohnung. So ist beim Kauf entsprechend auf die Nutzungsklassen des Laminats zu achten.

Nutzungsklassen von 21, 22, 23 eignen sich für Privat- oder Wohnbereiche. Diese sind nicht so abriebfest, reichen jedoch für eine geringe Nutzung völlig aus. Wird ein Boden stärker beansprucht, wie im Falle von gewerblichen Räumen, so wird in diesem Fall ein Laminatboden mit den Nutzungsklassen 31, 32 oder gar 33 benötigt. Je höher die Nutzungsklasse, desto stärker belastbar ist der Laminatboden.

In privaten Räumlichkeiten sollte ein Laminatboden mit den Nutzungsklassen 22 oder gar 23 verlegt werden. Auf diese Weise wird sicher gestellt, dass das Laminat eine längere Lebenszeit aufgrund der höheren Abriebfestigkeit aufweist.

Die Laminatstärke

Laminat wird im Handel in unterschiedlichen Stärken angeboten. Die Laminatstärke deklariert die Dicke des Gesamtbelages – also des Brettes. Laminatstärken werden bereits ab einer Dicke von 6 mm angeboten. Böden, die ein großes Gewicht aufgrund von schweren Möbeln tragen müssen, sollten eine Mindeststärke von 7 mm und mehr aufweisen. Je größer die Laminatstärke, desto hochwertiger das Laminat. Jedoch kann es der Fall sein, dass auf dünnes Material zurückgegriffen werden muss, wenn die Bodenhöhe es erfordert, um den Ausgleich zum benachbarten Bodenbereich zu schaffen.

Die Strukturoberfläche

Nicht ganz unwichtig ist schließlich die Strukturoberfläche des Laminats. Mittlerweile gibt es Laminat in unterschiedlichsten Dekoren. Selbst ein Fliesendekor ist dabei möglich. Wer im Wohnzimmer den Flair von Fliesen bevorzugt, aber auf die die Vorteile von Laminat nicht verzichten möchte, kann hiermit auf holzfremde Dekore zurückgreifen. Aber auch die Struktur von Holzimitationen wird in zunehmender Qualität angeboten. Denn mittlerweile sind die Oberflächen von Laminat nicht mehr ebenmäßig glatt, sondern weisen Riffelungen und fühlbare Strukturen auf. Auf diese Weise können Laminatböden sehr vielseitig eingesetzt werden. Hellweg bietet nicht nur eine Vielzahl an unterschiedlichen Laminatböden an, sondern auch gleich die passende Videoanleitung zum richtigen Laminat verlegen (hier).

Die Trittschalldämmung von Laminatboden

Die Trittschalldämmung kann an der Unterseite vom Laminatboden angebracht sein. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit eine separate Trittschalldämmung unter dem Laminatboden auszulegen. Dies hat zwei gravierende Vorteile. Zum einen werden Geräusche nicht direkt an den Boden weiter gegeben, sondern durch die separate Bodenschicht zusätzlich abgefangen. Zum anderen muss ein Laminatboden mit integrierter Trittschalldämmung speziell als Verbundmaterial entsorgt werden. Für welche Variante man sich beim Kauf entscheidet, hängt natürlich von den eigenen Vorlieben ab. Die Merkmale von Laminatböden werden nach Din-Normen unterteilt.

Laminatboden verlegen

 

Wie verlegt man Laminat?

Bevor es an das Verlegen des Laminats geht, sollte der Untergrund ebenmäßig sein. Dazu den Boden mit einer Wasserwaage vermessen und Unebenheiten bei Bedarf ausgleichen. Eine Richtplatte kann dabei von großer Hilfe sein. Wichtig ist, dass der Untergrund fest, sauber und trocken ist. Fließspachtel und Ausgleichsmasse können Unebenheiten von 3 mm ausgleichen. Solche Ausbesserungen sollten anschließend gut durchtrocknen bis keine Restfeuchte im Boden vorhanden ist.

Im nächsten Schritt werden Dampfsperre und Trittschalldämmung ausgelegt. Teilweise gibt diese auch in einem einzigen Produkt im Handel. Ansonsten wird zuerst die Dampfsperrfolie und anschließend die Trittschalldämmung verlegt. Die erste Laminatreihe wird entlang der Wand verlegt, wobei zwischen Wand und Laminatbrett Keile eingespannt werden müssen. Das ist zwingend notwendig, da der Laminat einen gewissen Bewegungsspielraum braucht. Ansonsten würde es zu Spannungen im Bodenbereich kommen. Die Abstandsfuge sollte 10 bis 15 mm betragen. Sie wird nach dem Verlegen entfernt

Die folgenden Bretter werden mittels Nut- und Fuge Klicksystem einfach ineinander eingefügt. An den Seiten zur Wand stets auf Abstände und Keile achten. Zulange Bretter und Überstände werden mit einer Stichsäge zugesägt. Dafür vorab die Sägekante markieren. Immer wieder den Laminatboden mit Hammer und Schlagschutz in Form bringen damit beim Verlegen keine Abstände zwischen den einzelnen Brettern bleiben. In der letzten Reihe werden die Laminatbretter längsseitig zurechtgesägt, eingesetzt und mit einem Zugeisen an den verlegten Laminatboden herangezogen.

Zum Abschluss wird der Laminatboden mit einer Abschlußkante abgeschlossen, die an der Wand angebracht wird.

Quelle Fotos: pixabay.com