Laminat verlegen: Mit 6 Tipps zum perfekten Boden

Wer sich für Laminat entscheidet, der weiß, dass es verschiedene Systeme für die Verlegung gibt. Auch eine Trittschalldämmung ist vorzusehen, wie in diesem Beitrag erklärt wird. Selbst wenn es auf den ersten Blick recht einfach erscheint, so gibt es doch ein paar Tricks und Tipps, die die Laminatverlegung im Klickverfahren erleichtern. Der Beitrag erläutert in 6 Schritten, wie auch unerfahrene Handwerker mit Klick-Laminat zu einem guten Ergebnis kommen.

Laminat verlegen

Schritt 1: Adäquates Material wählen

Ein Fehler, den Heimwerker unbedingt vermeiden sollten ist, auf viel genutzten Flächen Discounter-Produkte zu verbauen. Hier besteht das Risiko, dass diese den täglichen hohen Belastungen nicht dauerhaft standhalten, sondern schnell an Ansehnlichkeit verlieren. Die Wahl sollte auf eine gute Qualität fallen. Bei MEISTER Laminat bekommen Heimwerker einen unkomplizierten Fußboden in attraktivem Design, der pflegeleicht und langlebig ist. Die passende Trittschalldämmung nebst notwendiger Profilschienen und anderes Zubehör lässt sich ebenfalls direkt online beziehen. Gutes Material ist die Grundlage für gute Ergebnisse.

Schritt 2: Gute Vorbereitung ist alles!

Von großer Bedeutung ist, das Material nicht direkt nach Erhalt auszupacken und zu verlegen. Die Paneele sollten sich zunächst 48 Stunden akklimatisieren. Das heißt: Pakete in den betreffenden Raum tragen und dort in verpacktem Zustand zwei Tage liegen lassen. Achtung: Der Raum sollte mindestens 18° haben und die Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 % liegen. Zum Messen der Luftfeuchtigkeit eignet sich ein einfaches Hygrometer.

Schritt 3: Untergrund vorbereiten

Der Fußboden sollte gründlich gereinigt werden. Hobby-Handwerker bereiten den Untergrund so vor, dass er

  • trocken,
  • sauber und
  • eben

ist. Unebenheiten sorgen dafür, dass sich das Laminat verschiebt und der Klickverschluss an Nut und Feder im schlimmsten Fall bricht. Auf dem planebenen Boden ist jetzt ggf. die Dampfsperre aufzubringen. Diese kommt zum Einsatz, wenn das Laminat auf Estrich oder Warmwasser-Fußbodenheizungen verlegt wird. Die Verlegerichtung ist die Längsrichtung der späteren Laminatverlegung. Die Dampfsperre sollte an den Wänden gute 10 cm nach oben überstehen. Die einzelnen Bahnen dürfen sich bis zu 20 cm überlappen. Darüber ist die Trittschalldämmung aufzubringen. Diese steht nicht über, sondern sie endet an den Wänden.

Laminat bietet ungewöhnliche Gestaltungsvarianten.

Schritt 4: Erste Reihe sorgfältig mit Abstand zur Wand verlegen

Die erste Reihe ist die wichtigste. Heimwerker entfernen mit der Stichsäge oder der Kreissäge Nut bzw. Feder der ersten Laminatreiher und platzieren das Paneel mit der bearbeiteten Seite zur Wand. Zwischen Wand und der ersten Reihe werden Abstandshalter eingeschoben. Diese halten das Laminat 1 bis 1,5 cm auf Abstand zur Wand.

Schritt 5: Flächen auslegen

Nun lassen sich die Laminatpaneele Stück für Stück im Klickverfahren einfügen. Nötig sind
Laminatschneider, Stichsäge oder Tischkreissäge sowie

  • Winkel,
  • Zollstock und
  • Bleistift.

Das letzte Paneel wird zurechtgeschnitten und beim wilden Verlegeverband wird das übrigbleibende Stück in der nächsten Reihe als erstes angelegt. So bleiben kaum Reststücke übrig.
Praxistipp: Das letzte Stück an einem Wandvorsprung sollte nicht zu kurz sein, es könnte sonst leicht ausbrechen oder kippeln. Auch ist besondere Aufmerksamkeit bei Türzargen und Heizungsrohren geboten. Die Paneele sind mit entsprechenden Aussparungen zu versehen. Die letzte Laminatreihe erfordert in der Regel längsseitigen Zuschnitt. Auch hier nicht vergessen, dass ein Abstand zur Wand einzuhalten ist. Fürs leichte Einpassen hilft ein spezielles Werkzeug, nämlich das Zugeisen.

Schritt 6: Abstandsfugen beachten

In großen Räumen braucht ein Fußboden aus Laminat Platz zum Arbeiten. Bei unterschiedlichen Temperaturen ziehen sich die Paneele zusammen oder dehnen sich aus. Hätte die Fläche keine Dehnungsfuge, würden sich die Paneele gegeneinander aufwerfen. Es ist fürs perfekte Verlegen wichtig, ein Zugeisen zu benutzen, um auf der fertig verlegten Fläche die einzelnen wandseitigen Paneele Richtung Raummitte anzuziehen. Das verbessert die Stabilität und verhindert Verwerfungen.

Die Details machen das perfekte Ergebnis aus

Abschließend ist die Detailarbeit dran.

  • Dehnungsfugen werden mit Übergangsschienen kaschiert.
  • Die Dampfsperre ist mit dem Cuttermesser zu kürzen.
  • Die Sockelleisten sind anzubringen. Heimwerker sollten dazu das Gehrungswerkzeug benutzen, um saubere Verbindungen zu erzeugen. Alternativ lassen sich spezielle Eckverbindungen verwenden.

Leisten und Übergangsschienen werden entweder mit Schrauben in Böden und Wänden verankert oder sie werden geklebt bzw. eingespannt.
Fazit: Die Verlegung eines Laminatbodens gelingt auch Laien, wenn Material und Werkzeug stimmen und die Arbeiten mit ein wenig Vorbereitung angegangen werden.

Quellen:
pixabay.com © karriezhu (CC0 Public Domain)
pixabay.com © counselling (CC0 Public Domain)