Kleine Holzkunde für große Projekte

Holz ist ein dankbarer Werkstoff, denn aus ihm werden schon seit Jahrhunderten nicht nur Möbel, sondern sogar ganze Häuser kunstvoll gebaut. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der immer wieder neu aus der Natur gewonnen werden kann und der aufgrund seiner vielen positiven Materialeigenschaften sehr robust und langlebig ist.

Neben der großen Materialdichte und der überzeugenden Standfestigkeit schafft Holz auch ein gutes Raumklima im Innenbereich und kann im Außenbereich problemlos den unterschiedlichsten Witterungsverhältnissen trotzen. Da stellt sich für den Heimwerker natürlich unweigerlich die Frage, für welche Art von Holz entscheide ich mich für das nächste Heimwerkerprojekt? Ist die Entscheidung zwischen Fichte, Eiche, Bambus und Co eine rein Geschmackliche oder eigenen sich die Holzarten auch einfach für unterschiedliche Bauprojekte?

Ein Baustoff mit Charakter

Jedes Holz hat seinen eigenen Charakter und den zu ergründen ist Ziel beim Werken. Der Fachmann unterscheidet grundlegend zwischen Nadelhölzern wie Kiefer, Lärche und Fichte, und Laubhölzern wie Buche, Teak und Eiche. Wichtig ist, dass die Hölzer der so genannten DIN 1052 Norm entsprechen, sie also offiziell für Bauarbeiten rund ums Haus zugelassen sind. Hier sind sie dann einsetzbar um den Rohbau zu errichten, um Fenster und Türen daraus herzustellen, Parkett oder Laminat als Bodenbelag zu nutzen oder um Möbelstücke daraus zu fertigen. Informationen über Holz im Allgemeinen finden sich zu Hauf in Fachliteratur oder im Internet, doch so schön die Umschreibungen auch klingen mögen, vielleicht ist das neue Holz trotzdem gänzlich ungeeignet für die eigenen Ansprüche und Wünsche? Während Buche zum Beispiel vom Material her sehr weich ist, lässt es sich gut zu Möbeln und Innentüren verarbeiten. Buche ist aber anfälliger für kleinere und größere Blessuren, als dies zum Beispiel bei Eichenholz der Fall ist.

Wie man Holz beispielsweise mit Öl behandelt, zeigt dieses Video.



Holz liegt im Trend   

Beliebt sind die neuen Holzsorten auf dem Markt. Hierzu zählt in Europa der Bambus. Während dieser in Asien ein sehr beliebter Baustoff ist, gewinnt er auch bei uns immer mehr an Bedeutung. Bambus überzeugt durch seine warm-braune Färbung, die hohe Robustheit und gilt als besonders schnell nachwachsend, was ihn verhältnismäßig günstig macht. Neben Terrassenmöbeln wird er aktuell häufig als Fertigparkett in den unterschiedlichsten Anstrichen und Lasuren verwendet. Teak gilt als ebenso robust, erreicht aber vor allem Liebhaber die viel Wert auf Qualität legen und bereit sind, etwas mehr für den Rohstoff auszugeben. Aufgrund der hohen Widerstandskraft wird Teak überwiegend für Terrassen und Außenmöbel verwendet. Grundsätzlich können Bastler und Bauer aber allen Holzarten etwas abgewinnen und von der guten Verarbeitungsfähigkeit profitieren.

Quelle Foto: © Erich Westendarp  / pixelio.de