Installation eines Treppenlifts

Aufgrund der vielfältigen Varianten an Treppenliften ist die Möglichkeit der Installation eines Treppenlifts beinahe uneingeschränkt möglich. Bestimmte Voraussetzungen müssen jedoch beachtet werden. Darunter fallen gesetzliche Bestimmungen sowie die baulichen Gegebenheiten. Fällt die Entscheidung auf den Einbau eines Treppenlifts, wird die fachmännische Unterstützung bei der Auswahl der optimalen Bauform und der Installation empfohlen.


Einbauvorschriften für die Installation eines Treppenlifts

Der Einbau von Treppenliften wird durch den § 554a Abs.1, BGB sowie durch die technische Baubestimmung DIN 18065 geregelt. Handelt es sich um Eigentum und um ein Einfamilienhaus, müssen nur die brandschutzrechtlichen Bestimmungen berücksichtigt werden. Die begehbare Mindestbreite der Treppe von 0,8 Metern sowie die Benutzung des Handlaufs müssen gewährleistet bleiben.

Bei Mietobjekten ist grundsätzlich die Zustimmung des Vermieters einzuholen, wobei die Kosten vom Mieter zu tragen sind. Handelt es sich um Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen, ist die Genehmigung durch die Eigentümergemeinschaft Voraussetzung für den Einbau. Beim Einbau eines Treppenlifts handelt es sich um eine bauliche Veränderung im Sinne des Wohneigentumsgesetzes. Da Treppen in Mehrfamilienhäusern im Brandfall auch als Rettungswege gelten, sind hier die Regelungen der Länder-Bauordnung sowie die technischen Bestimmungen nach DIN 18065 anzuwenden.

Fachliche Beratung schützt vor negativen Überraschungen

Ob die Statik des Treppenhauses oder der Treppe für den Einbau eines Treppenlifts geeignet ist, kann nur ein Fachberater beurteilen. Er wird die Stabilität der Treppe und der umgebenden Wände auf ihre Eignung für den Einbau überprüfen. Sind vorbereitende Maßnahmen zu treffen, werden Sie entsprechend beraten.

Es gibt nur wenige bauliche Voraussetzungen, die gegen die Installation eines Treppenlifts sprechen. Eine Montage von Treppenliften ist in 95 Prozent der Fälle möglich, da diese nicht zwingend an der Treppe erfolgen muss, sondern auch an der Decke oder der Wand durchgeführt werden kann.

Hochwertige und funktionale Treppenlifte werden immer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und entsprechend gefertigt. Dies setzt eine hohe Kompetenz der Fachberatung voraus. Als Gegenleistung erhalten Sie einen Lift, der nicht nur eine hohe Stabilität und vor allem Sicherheit aufweist. Auch auf die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen wird von seriösen Anbietern größter Wert gelegt.

Die verschiedenen Treppenlift-Modelle

Das meist genutzte Modell ist der Sitzlift. Entlang der Treppe wird eine Schiene montiert, auf der sich der Sitz bewegt. Dem Sitzlift ähnlich ist der Stehlift, der sich auch für enge Treppenhäuser eignet.

Für Rollstuhlfahrer eignet sich der Plattformlift in normaler oder vertikaler Ausführung. Beim normalen Plattformlift wird die Plattform direkt auf der Treppe montiert. Der vertikale Plattformlift überwindet die Treppe parallel zur Treppenführung.

Zur Überwindung geringer Höhen kann ein Hub- oder Hebelift installiert werden. Sie sind ähnlich wie der Plattformlift aufgebaut und können auch im Außenbereich eingesetzt werden. Transporte durch das gesamte Haus ermöglicht der Deckenlift, der über ein Schienensystem geführt wird. Vorteil dieses Lifts ist, dass die Treppe durch die Schienenführung an der Decke von baulichen Maßnahmen unberührt bleibt. Deckenlifte zählen zur kostenintensivsten Ausführung.

Die Installation des Treppenlifts

Nachdem der auf die individuellen Bedürfnisse und baulichen Gegebenheiten abgestimmte Treppenlift ausgewählt wurde, wird er entsprechend den Vorgaben angefertigt. Die Fertigung nimmt mehrere Wochen in Anspruch.

Wird der Lift geliefert, dauert die Installation nur kurze Zeit. Die meisten Unternehmen geben eine Installationsdauer an, die zwischen vier bis fünf Stunden liegt. Bei Bedarf kann er auch über mehrere Etagen installiert wird.

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