Furnierte Holzspanplatten verbauen

Wer heute in die großen Möbelhäuser geht, wird schnell bemerken, dass ein Großteil der vertriebenen Möbel aus furnierten Holzspanplatten besteht. Furnierte Holzspanplatten zeichnen sich dadurch aus, dass die verarbeiten Bretter aus Spanplatten bestehen, die an der Oberfläche mit einer strapazierfähigen Holzimitatfolie beklebt wurden. Holzspanplatten sind im Vergleich zu den gleichartigen Hölzern relativ günstig und lassen sich mitunter leicht verarbeiten.

Möbelbau mit furnierten Holzspanplatten

Einfache Möbelprojekte lassen sich mit Hilfe von Holzspanplatten auch von Hobbyhandwerkern im Nu selber umsetzen. Für einen einfachen Schreibtisch benötigt man zwei seitliche Tischbeine und auf der anderen Seite des Schreibtisches ein kleines Regal, auf welches die Tischplatte aufgelegt werden kann. Furnierte Tischplatten mit einer hohen Beständigkeit gibt es in den meisten Bauhäusern günstig zu haben. Auch die Zubehörteile wie Griffe, Tischbeine und Rollen können im Bauhaus gekauft werden. Denn Spanplatten haben an den Ecken und Kanten keinen sauberen Abschluss. Diese Kanten und Profile, wie beispielsweise hier bei Ostermann, müssen in Eigenregie angebracht werden.

Worauf ist bei Holzspanplatten zu achten?

Wie bereits erwähnt verfügen furnierte Holzspanplatten über keine saubere Abschlusskante! Diese wird gewöhnlich nach dem Zusägen durch Hitzeeinwirkung angebracht. Dafür gibt es im Handel verschiedene Arten von Kanten. Zu den gängigen zählen

  • Aluminiumkanten
  • Echtholzkanten
  • Kunststoffkanten
  • Melaminkanten

Regal bauen

Das Prinzip ist bei den Kanten stets dasselbe. Auf der Unterseite der Kante befindet sich ein Kleber, welcher sich bei Hitzezuführung verflüssigt. Wird die Kante im heißen Zustand an die Außenkante der Holzspanplatte gedrückt, so bleibt sie daran haften. Gewöhnlich wird so eine Kante zu Hause mit einem Bügeleisen aufgebügelt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass man sie mit der sichtbaren Kante der furnierten Platte verbindet und bündig anbügelt. Überstände werden mit einem Tapeziermesser an der anderen Seite sauber abgeschnitten bzw. abgezogen.

Bei Holzspanplatten handelt es sich um verklebtes Kleinholz, bzw. um verklebte Holzspäne. Das bedeutet, dass dieses Holz empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist. Speziell im Bad und in der Küche sollten die verklebten Kanten keinem Wasser ausgesetzt sein. Am besten werden Schränkchen aus furniertem Spanholz auf metallische Beine aufgeschraubt, so dass das Holz keinen Bodenkontakt hat. Wischwasser kann auf diese Weise nicht in das Innere der Spanplatten gelangen.

Bei Verschraubungen ist stets auf Mutter, bzw. Beilegscheibe und Schraube zu achten. Holzschrauben ohne jegliche metallische Befestigung bekommen in Spanplatten allein keinen festen Halt und würden sich beim Einschrauben durchdrehen. Auch Nägel halten nur einem gewissen Druck stand. Möchte man solche Stellen dauerhaft fixieren bietet sich Holzleim an, der den Brettern zusätzlichen Halt verleiht.

Einfache Bauprojekte aus Holzspanplatten

Im Prinzip lassen sich die verschiedensten Möbel und Einrichtungsgegenstände aus Holzspanplatten bauen. Es ist jedoch wichtig darauf zu achten, dass Möbel aus Holzspanplatten nicht wetterfest sind! Die Möbel sind deshalb nur für überdachte Räume geeignet. Zu den möglichen DIY Möbeln aus furniertem Holzspan gehören:

  • Schreibtische, Tische
  • Regale
  • Kleidungsschränke
  • Küchenschränke
  • Büroschränke
  • Nachttischschränkchen
  • Badezimmerschänkchen
  • Kellerschränke
  • etc.

Die Möglichkeiten Einrichtungsgegenstände aus Holzspanplatten zu bauen ist unerschöpflich. Wer so ein Möbelprojekt angehen möchte, sollte vor allem auf hochwertiges Werkzeug und Zubehörteile achten, bevor das Bauprojekt startet. Zu solchen zusätzlichen Bauteilen gehören u.a.

  • Profile
  • Möbelgriffe
  • Winkelleisten
  • Verbindungsstücke
  • Beschläge
  • Nägel und Schrauben
Die Holzwahl

In den Baumärkten gibt es eine Vielzahl von furnierten Oberflächen mit unterschiedlichsten Designs. Diese können je nach Ausführung von unterschiedlicher Qualität zeugen. Achten Sie beim Kauf auf strapazierfähige Oberflächen mit natürlicher Optik, so haben Sie lange Freude an dem Möbelstück. Außerdem bieten viele Baumärkte auch einen Sägedienst an. Auf diese Weise kann man gekaufte Bretter gleich beim Kauf auf die passende Größe zusägen lassen und hat zu Hause weniger Arbeit und Sägestaub. Wenn der Baumarkt keinen Säge-Service anbietet, so wird eine Säge mit passendem Sägeblatt benötigt, um die Bretter passgenau zu kürzen. Auch die Pressspanbretter können unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Vergleichen Sie vor dem Kauf in Ruhe die verschiedenen Angebote. Oft gibt es preislich kaum Unterschiede bei den verschiedenen Anbietern.

Wenn Sie die Holzart gefunden haben, die preislich und qualitativ überzeugt, so sollten Sie sich einen Bauplan erstellen und die Zubehörteile sowie Anzahl und Größe der Hölzer berechnen und auflisten, damit Sie den Überblick über Ihr Bauprojekt behalten. Auf diese Weise macht das DIY Möbelprojekt Spaß und Lust auf mehr.

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