Ein Ankleidezimmer selber bauen

Mehr als genug Stauraum, um alle Kleidungsstücke übersichtlich unterzubringen? Ausreichend Platz, um in aller Ruhe Outfits anzuprobieren und zu kombinieren? Ein begehbarer Kleiderschrank ist laut dem Immobilienportal Immowelt mit Abstand das beliebteste Extra,

dass sich die Deutschen gern gönnen würden, wenn ihre Wohnung ein zusätzliches Zimmer hätte. Fast die Hälfte der Befragten hätte gern einen Raum, der nur zum Ankleiden genutzt wird.

Ungenutzte Zimmer umfunktionieren

Obwohl ein Ankleidezimmer eigentlich als purer Luxus gilt, ist es gar nicht schwer, einen begehbaren Kleiderschrank in den eigenen vier Wänden zu bauen. Gut geeignet ist beispielsweise eine Abstellkammer, die zum Ankleidezimmer umfunktioniert werden kann. Ist kein ungenutztes Zimmer vorhanden, kann der begehbare Kleiderschrank auch in das Schlafzimmer integriert werden. Um die Räume voneinander abzutrennen, kann mithilfe von Rigips-Platten, die auf einem Ständerwerk aus Aluminium- oder Holzprofilen angebracht sind, eine Zwischenwand geschaffen werden.

Schiebetüren sind ideal

Das Ankleidezimmer sollte mindestens eine Grundfläche von drei bis vier Quadratmetern haben, damit es bequem genutzt werden kann. Um Platz zu sparen, sind Schiebetüren ideal. Denn so muss nicht ständig darauf geachtet werden, dass nichts die Tür versperrt. Wer sein Ankleidezimmer besonders edel gestalten möchte, kann auch Fenster oder Schiebetüren einbauen lassen, die auf Knopfdruck milchig werden. Dieser beeindruckende Effekt macht es möglich, die prächtige Kleidersammlung von außen sehen zu können. Wenn dann jedoch - etwa beim Umkleiden - Privatsphäre erwünscht ist, werden die Scheiben lichtundurchlässig. Allerdings sind die Fenster Preise hierbei nicht ganz günstig, weshalb man abwägen sollte, ob diese technische Spielerei in den eigenen vier Wänden wirklich notwendig ist.

Für die Aufteilung des begehbaren Kleiderschranks gibt es keine konkreten Vorgaben. Ob nun mehr Regale oder Kleiderstangen an den Wänden befestigt werden, hängt davon ab, welche Art von Kleidungsstücken man besitzt und wie man sie am liebste aufbewahrt. Accessoires wie Schmuck und Tücher, sowie Dessous können beispielsweise in einzelnen Schachteln oder Körbchen untergebracht werden. Alternativ passt oft auch ein kleines Schränkchen in das Ankleidezimmer, in dessen Schubladen kleinere Stücke ihren Platz finden.

Ein paar Faustregeln

Bei all der Individualität gibt es aber auch ein paar Faustregeln, die in jedem Ankleidezimmer Sinn ergeben. So sollte auf keinen Fall ein Ganzkörperspiegel fehlen, in dem man sein komplettes Outfit begutachten kann. Für einen stimmigen Gesamteindruck sollte beim Einrichten darauf geachtet werden, dass die verschiedenen Elemente im Ankleidezimmer zueinanderpassen. Das betrifft beispielsweise die Farbe, in der die Wände gestrichen oder tapeziert werden, den Teppich sowie den Stil der Lampen und Schränke. Bei der Anordnung der Kleidung ist es ideal, wenn Stücke, die oft getragen werden, auf Augenhöhe deponiert werden. Selten genutzte Dinge wie etwa Skibrillen oder Sonnenhüte werden eher weiter oben auf Regalen verstaut.

Ein Schuhregal als Hingucker

Schuhe finden ihren Platz am besten in einem separaten Schuhschrank oder Schuhregal. Die Experten der Kölner DIY Academy e.V. empfehlen zum Beispiel ein Schuhregal aus Rohren und Kleiderstangen an eine Wand des Ankleidezimmers anzubringen. In den passenden Farben kann solch ein Unikat ein echter Hingucker sein.

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