Do it yourself – Schwimmteichbau selbst gemacht

Im Zeichen der Ökologie ist ein Schwimmteich als Alternative zu einem herkömmlichen Swimming Pool sehr populär geworden. Ein Schwimmteich unterscheidet sich vom normalen Pool dadurch, dass er einerseits wie ein naturbelassenes Gewässer gestaltet wird. Andererseits aber wird das Wasser so sauber gehalten , dass man darin mit Genuss schwimmen kann. Weil die Wasserqualität nicht durch Chemikalien, sondern durch die natürliche Pflanzenwelt gewährleistet wird, werden chemische Belastungen des Wassers und der Umwelt vermieden. Ganz gleich, ob man Eigenbau anstrebt oder den Bau fremd vergibt, der Schwimmteichbau muss in jedem Fall gut geplant werden. Das sichert eine solide technische Ausführung und man behält die Kosten Übersicht.

Schritt für Schritt zum Schwimmteich

Der Ablauf beim Schwimmteichbau ist unabhängig vom gewählten Teichtyp. Geht man davon aus, dass eine Baugenehmigung nicht erforderlich ist, wird nach abgeschlossener Planung zunächst dafür gesorgt, dass die Wasserver- und -entsorgung sichergestellt ist. Im nächsten Schritt erfolgt der Aushub. Den kann man zwar mit Hacke, Spaten, Schaufel und Schubkarre auch in Eigenarbeit leisten, normalerweise ist es aber praktischer und schneller, den Aushub von einem Bagger machen zu lassen. Die unterste Schicht des Schwimmteichs ist das so genannte Feinplanum und dient als Tragschicht für den eigentlichen dichten Teichboden, der jetzt einzubauen ist.

Die Materialien für den Schwimmteichbau richten sich nach dem gewählten Schwimmteich Typ. Typisches Material für einen dichten Teichboden waren früher Beton und Estrich. Diese Materialien sind jedoch relativ teuer und nur schwer dicht zu halten. Deshalb wird heutzutage meistens Teichfolie oder glasfaserverstärkter Kunststoff für Teichböden verwendet. Der Boden muss auf jeden Fall so gebaut sein, dass er später den Wasserdruck auch aushält.

PVC Teichfolien werden in der für den Schwimmteichbau geeigneten Materialstärke am besten durch Schweißen miteinander verbunden. Die PVC Bahnen werden auf dem Feinplanum ausgerollt und zugeschnitten. Für das Quellschweißen wird das Schweißmittel mit einem Flachpinsel aufgebracht. Dann werden die Kanten aufeinandergedrückt und längere Zeit belastet. Bei Verwendung von Quellschweißmitteln sollte Haut- und Augenschutz nicht vergessen werden. Handschuhe und Schutzbrille sind dafür unentbehrlich. Beim Warmgasschweißen von PVC Folie im Schwimmteichbau benötigt man ein Warmschweißgerät zum Erhitzen des Materials und eine Rolle zum festen Andrücken der übereinanderliegenden, erhitzten Kanten.

Zur Verlegung von EPDM Folie im Schwimmteich muss auf die überlappenden Kanten der Bahnen vorgemischter Prime Kleber am besten mit einem Schwamm beidseitig aufgebracht werden. Dann wird spezielles doppelseitig klebendes Dichtband zwischen die beiden mit Kleber präparierten Enden der Folienbahnen geklebt und das Ganze wird mit einer Silikon Walze fest angedrückt. Soll der Teichboden aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen, wird das Feinplanung zuerst mit Glasfasermatten belegt. Kunstharz wird im Mischeimer mit Farbpaste und Beschleuniger vermengt. Das Kunstharz wird sodann mit Velourswalze und Borstenpinsel auf die Matten aufgetragen. Danach wird Lage für Lage so fertig gestellt. Sobald der Teichboden dann verlegt ist, kann schon der Einbau des Zubehörs erfolgen und der Schwimmteich kann bepflanzt werden.

Wer dennoch den Aufwand scheut, kann sich jederzeit bei einem Garten und Landschaftsbauunternehmen seiner Wahl Hilfe holen.