Clever trocknen und Strom sparen

Eltern mit Kindern können ein Lied davon singen – die Rede ist von der ständig anfallenden Wäsche und der dringenden Not diese wieder zu trocknen. Doch in einem Vierpersonenhaushalt können dementsprechend immense Kosten entstehen. Denn neben der Waschmaschine wird nach dem Waschgang der Trockner bedient und dieser kann sich oft als reiner Kostenverursacher entpuppen. Denn stimmt die Energieeffizienzklasse beim Trockner nicht, so wird das Trocknen der Wäsche zu einem teuren Unterfangen. Es gibt Haushalte, die absichtlich auf einen Trockner verzichten, damit sie diese Kosten einsparen können. Doch neben dem gewöhnlichen Kondenstrockner gibt es auch den sogenannten Wärmepumpentrockner, der höchste Energieeffizienzklassen verspricht.  

Der altbewährte Kondenstrockner
Der typische Trockner, der bisweilen in den meisten Haushalten Deutschlands zu finden war, ist der  Kondenstrockner. Dieser Trocknertyp beruht auf dem Prinzip, dass durch eine Erwärmung der einströmenden Luft auch die nasse Wäsche erwärmt wird, wodurch schließlich eine Kondensation des Waschwassers hervorgerufen wird. Das kondensierte Wasser wird letztlich aufgefangen und kann im Kondenswasserfach entnommen und ausgeleert werden.
Das Manko dieser Trockenmethode ist die ineffiziente Wärmeabgabe, die bei diesem Vorgang entsteht. Denn durch das Erwärmen der Wäsche und des Wassers wird Wärme erzeugt, die einfach ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird, statt sie für den Trockenvorgang effektiv einzusetzen. Zudem kann mit der ausgestoßenen Luft auch Feuchtigkeit in den Raum gelangen, in dem der Trockner aufgestellt ist.  

Die Idee – der Wärmepumpentrockner
Doch nun gibt es seit einigen Jahren eine neue Art von Trocknertyp auf dem Markt – den Wärmepumpentrockner. Die Idee beim Wärmepumpentrockner scheint die selbe wie beim Kondenstrockner zu sein – doch welche Unterschiede gibt es zu herkömmlichen Trocknersystemen?

So funktioniert ein Wärmepumpentrockner
Der Wärmepumpentrockner macht seinem Namen alle Ehre – denn wie auch das Heizsystem, dass es schon seit vielen Jahren auf dem Markt gibt – wandelt das Wärmepumpenprinzip des Trockners die Abluft innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs in Warmluft, die durch den Trockner zirkuliert.

Statt eines Kondensators findet sich in einem Wärmepumpentrockner ein Verdampfer zur Wärmetausch-Funktion. Das markante Merkmal innerhalb eines Wärmepumpenkreislaufs ist das Weiterverwenden der erzeugten Abluft. Jene Luft nimmt im aufgewärmten Zustand die Feuchtigkeit der Wäsche auf. Am Verdampfer angekommen kühlt sie sich wieder ab. Ähnlich wie beim Kondenstrockner kondensiert auch im Wärmepumpentrockner das Wasser, wo es schließlich in einem Fach gesammelt und später entleert werden kann. Der Unterschied zwischen den beiden Trocknerarten besteht jedoch darin, dass beim Wärmepumpentrockner die Luft nicht abgegeben, sondern wiederverwendet wird. Die Abluft durchströmt einen Wärmetauscher und ein spezielles Kältemittel, dass an dieser Stelle verdichtet dafür sorgt,  dass die zirkulierende Luft in der nächsten Kammer wieder erwärmt wird, um der Wäsche weiter Feuchtigkeit zu entziehen.

Wieso auf einen Wärmepumpentrockner umsteigen?
In Zeiten der Energiewende sollten wir uns alle fragen, welchen Beitrag, wir für die Umwelt leisten können! Denn mit Energie verantwortungslos umzugehen, belastet nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern sorgt für ein höheres Energieaufkommen in der eigenen Umgebung. Wärmepumpentrockner zeichnen sich durch Energieeffizienzklassen mit der Bezeichnung A++ bis A+++ aus. Nahezu alle bekannten Hersteller von Wärmepumpentrocknern erreichen diese Leistungen mühelos. Denn wie bereits geschildert, funktioniert diese Trocknertechnik auf einem geschlossenen Kreislauf, der nicht ständig mit einem Heizsystem nachbeheizt werden muss. Im Gegensatz - dieser geschlossene Kreislauf erwärmt sich durch den Wärmetauscher selbständig. Und das spart Energie und bares Geld!
Ein zweiter nicht zu unterschätzender Vorteil dieses Systems ist, die Unterbindung der ständigen Abluftproduktion, wie sie beim typischen Kondenstrockner der Fall ist. Eine stetige Abluft in die Wohnräume kann Schimmel und Feuchtigkeit verursachen. Das schadet nicht nur den Wohnräumen, sondern auch der Gesundheit. Denn für Sporen und Pilze ist ein feuchtes Raumklima eine wahre Brutstätte. Allergien und Asthma können bei dauerhafter Belastung auf diese Weise ungewollt die Folge sein. (Quelle: br.de)

Welchen Haken hat ein Wärmpepumpentrockner?
Doch der Wärmepumpentrockner hat natürlich nicht nur Vorteile zu verbuchen. Neben seiner enormen Effizienz hat er auch einige Nachteile, die natürlich beim Kauf beachtet werden sollten. Denn zum einen ist der Betrieb des Wärmepumpentrockners etwas lauter, als der eines Kondenstrockners, zum andern muss durch die eingesetzte Technologie mit einer längeren Betriebszeit gerechnet werden. Dennoch, wer seinen Trockner nicht unbedingt in der Wohnung neben dem Schlafzimmer betreibt, sondern einen separaten und abschließbaren Raum dafür vorgesehen hat, muss nicht mit erhöhter Lärmbelästigung rechnen. Und wenn die längere Betriebszeit speziell über die Nachtstunden in kauf genommen wird, so vergeht auch diese wie im Schlaf.
Quelle: Sir-Apfelot.de

Quelle Foto: © pixabay.com