Bäume richtig schneiden

Bäume, diese wundervollen Riesen, sind nicht nur ideale Schattenspender. Sie können je nach Sorte mit ihren Früchten für die Ernährung sorgen und gelten als weitverbreitetes Symbol für Erneuerung, Unsterblichkeit und stehen für die Verbindung von Himmel und Erde. Wunderschön gewachsene Baumarten verwandeln jeden Garten in ein kleines, verwunschenes Paradies. Doch damit die Himmelriesen gesund und kräftig wachsen können, benötigen sie ab und an einen Rückschnitt.

Der perfekte Zeitpunkt für den Schnitt

Wenn Sie sich lange an Ihren Bäumen erfreuen möchten, dann werden Sie um einen Bauschnitt nicht herumkommen. Dieser sorgt dafür, dass unkontrolliertes Wachstum eingedämmt und die Äste stabil und stark werden. Weiterhin gelangt mit einem Bauschnitt wieder genügend Licht und damit auch Sauerstoff an alle Bereiche des Schattenspenders und einem Pilz- oder Bakterienbefall wird somit vorgebeugt. Vor allem bei Obstbäumen kann ein Baumschnitt dafür sorgen, dass die nächste Ernte etwas üppiger ausfällt. Seien Sie beim Schneiden nicht zu zimperlich, ein größeres Stutzen schadet dem Baum nicht. Sind Sie dagegen zu vorsichtig beim Auslichten, dann bildet der Baum nur spärlich Triebe nach und die Zweige sind zu schwach. Die Faustregel besagt: bei Obstbäumen darf die Hälfte des Triebes geschnitten werden, bei anderen Baumsorten ein Drittel. Der richtige Zeitpunkt für einen Obstbaumschnitt sind frostfreie Herbst- oder auch Wintermonate. Auf keinen Fall sollten Sie bei Minusgraden zur Astschere greifen. Der Frost macht die Zweige und Äste empfindsam, das Holz kann geschädigt und Schädlingsbefall unterstützt werden. Ein Baumschnitt sollte nur einmal pro Saison erfolgen. Ausnahme bilden hier stark austreibende Baumsorten. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich die Äste im Inneren des Baumes zu stark ausbreiten und für Sauerstoff und Licht undurchlässig werden.

Besonderheiten beim Baumschnitt

Möchten Sie Ihren Bäumen eine besondere Form verpassen, dann sollten Sie mit dem Formschnitt bereits bei jungen Bäumen beginnen. Dabei werden die oberen Zweige stärker zurückgeschnitten als die unteren. Das Resultat der Behandlung ist, dass Triebes des Baumes zur Krone hin spitz verlaufen. Junge Bäume sollten ihren ersten Schnitt bereits vor dem Einpflanzen erhalten. Auch wenn Sie den Saisonschnitt bereits durchgeführt haben, sollten Sie Ihre Bäume stets kontrollieren. Vor allem im Herbst können sich durch Unwetter oder Stürme Äste lösen und große Schäden anrichten. Durch regelmäßiges Begutachten und das Entfernen von lockeren Ästen oder Zweigen sorgen Sie für Sicherheit. Gleichzeitig ist auch ein regelmäßiges Entfernen von Wildtrieben und sogenannten Schösslingen vorteilhaft, da dieser Wildwuchs dem Baum unnötig Energie entzieht.

Das richtige Werkzeug für jeden Anspruch

Mit stumpfen oder falschen Werkzeug fügen Sie dem Baum mehr Schaden zu, als dass Sie ihm Gutes tun. Splitterndes Holz lässt den Himmelsriesen unnötig ausbluten, führt zur Ausbreitung von Schädlingen und der Baum kann schlimmstenfalls schwerwiegend erkranken. Deshalb sind eine optimale Schnitttechnik und das richtige Werkzeuge immer miteinander verbunden. Die Geräte für Äste und Zweige lassen sich in Amboss- und Bypass-Modelle untergliedern. Die letzte Kategorie ist vor allem für relativ frisches, noch grünes Holz bestens geeignet. Ist das Holz bereits trocken und hart, dann sollten Sie zum Amboss-Modell greifen. Für hohe Bäume, bei denen ein Heranreichen an Äste nicht möglich ist, können Sie Ihre Arme mit einer Astschere optimal verlängern. Mit einer Gartenschere wiederum lassen sich kleinere Gewächse prima in Schuss halten. Möchten Sie Ihren Pflanzen eine Form verleihen, dann sind Spezial-Schneidwerkzeuge ideal. Dazu gehören zum Beispiel Rosen- oder Bonsaigreifscheren. Für alle Äste, die dicker als 5 bis 7 Zentimeter sind, ist das Benutzen einer Astsäge angebracht. Eine Heckenschere sollte beim Baumschnitt nicht zum Einsatz kommen. Achten Sie beim Kauf Ihrer Schneidwerkzeuge darauf, dass sie aus qualitativ hochwertigen Materialien gefertigt und idealerweise ergonomisch geformt sind. Ist das der Fall, dann können Sie mit wenig Kraftaufwand und körperschonend Ihre Arbeiten verrichten.

Eine Übersicht der genannten Modelle für den Baum-und Strauchschnitt findet sich auf der Internetseite von Fiskars. Damit nach getaner Arbeit keine Krankheiten von einem zum anderen Baum übertragen werden, gilt die Reinigung der Werkzeuge als oberstes Gebot bei der Gartenarbeit.

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