Arbeitsbühne oder Gerüst für die Haussanierung?

Sanierungsarbeiten, Renovierungsmaßnahmen und Reparaturen am Haus können in den meisten Fällen nicht von der Leiter aus gemacht werden. Die Handwerker benötigen einen sicheren Stand und eine ausreichende Absturzsicherung. Dann stellt sich die Frage nach der entsprechenden Arbeitsplattform.

Lohnt es sich, das komplette Haus einzurüsten oder reicht eine Arbeitsbühne? In manchen Fällen heißt es: "jetzt einen Hubsteiger mieten!". Und diese Angebote kann man oft nicht ausschlagen. Aber wann sollte man abwägen, welche Alternative für den Hauseigentümer die richtige ist.

Haussanierung mit einer Arbeitsbühne

Für eine Sanierungsmaßnahme, welche örtlich auf ein kleineres Umfeld begrenzt ist, bietet es sich an, eine Arbeitsbühne zu verwenden. Mobile Arbeitsbühnen sind schnell aufgebaut, erreichen je nach Ausführung große Höhen und bieten dem Handwerker einen sicheren Arbeitsplatz. An der Spitze des Auslegers ist ein Korb befestigt, der eine Rundumabsturzsicherung darstellt. In den meisten Fällen befindet sich die elektrische Steuerung, welche über einen Joystick bedient wird, im Korb, sodass der Bediener den Korb eigenständig am Arbeitsplatz ausrichten und gegebenenfalls auch nachjustieren kann. Dadurch bleibt er beweglich, was bedeutet, er kann den Korb immer so einstellen, dass er die Arbeit direkt vor sich hat. Durch die stationäre Positionierung und den beweglichen Korb bieten sich Arbeitsbühnen z. B. für den Einbau neuer Fenster an. Für eine solche Maßnahme lohnt es nicht, das Haus einzurüsten. Bei den Arbeitsbühnen wird unterschieden zwischen denen mit einem eigenen Antrieb, das heißt auf einem Fahrzeug montiert und denen ohne Antrieb z. B. auf einem Anhänger. Auch die Arten der Ausleger sind unterschiedlich. Man kann Arbeitsbühnen mit Teleskoparm oder mit Gelenkarm anmieten.

Baugerüst für großflächige Sanierungsmaßnahmen

Großflächige Sanierungsmaßnahmen benötigen für ein zügiges Voranschreiten der Arbeiten ein Gerüst. Für eine Vollsanierung der Fassade wie ein neuer Anstrich oder Außenputz sollte das Haus komplett eingerüstet werden, damit die Handwerker sich zügig in Höhe und Breite des Hauses vorarbeiten können. Dabei sind allerdings auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Absturzsicherung mittels Rückenlehnen und evtl. ein Auffangnetz an der Außenseite des Gerüstes, um herabfallende Gegenstände aufzufangen. Das dient der Sicherheit der Handwerker ebenso wie der Sicherheit von Passanten. Für eine Dachsanierung muss ein Dachdeckerschutzgerüst gebaut werden. Das bedeutet, dass die oberste Arbeitsfläche des Gerüstes sich kurz unterhalb der Dachrinne befinden muss, damit die Dachdecker problemlos von dem Gerüst auf die Dachfläche steigen können. Die Außenseite dieses Gerüstes muss so abgesichert sein, dass ein vom Dach abrutschender Handwerker, falls er auf das Gerüst fällt, von der Absturzsicherung aufgefangen wird. Auch dieses Gerüst sollte auf der Außenseite komplett mit einem Netz zugehangen sein, damit herabfallende Gegenstände und Material keinen Personenschaden anrichten können.

Kombination für Maler und Dachdecker

Werden Fassadensanierung und Dachsanierung gleichzeitig durchgeführt, muss das Gerüst den Arbeitsansprüchen der Dachdecker gerecht werden. Allerdings ist ein kombiniertes Gerüst die optimalste Lösung für diesen Fall, da dadurch Kosten gespart werden. Man benötigt nur ein Gerüst für die komplette Außensanierung des Hauses. Die Kosten für ein komplettes Gerüst werden zumeist auf einen Zeitraum von vier Wochen pauschal berechnet und bei längeren Standzeiten kann der Kunde dann wöchentlich nachbezahlen.

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