Alles über Sockel- und Fußleisten auf einen Blick

Die meisten Hausbesitzer wählen ihre Bodenbeläge mit großer Sorgfalt aus. Genauso sollte man auch vorgehen, wenn man die Fußleisten kauft: Hier gibt es große Unterschiede. In erster Linie sind Sockelleisten natürlich dazu da, um die Dehnungsfuge zwischen Wand und Boden abzudecken - so können weder Schmutz noch Feuchtigkeit hineingelangen. Gleichzeitig sind die Leisten allerdings auch längst zu einem wichtigen Dekorationselement in der Wohnung geworden. Sie sorgen für einen sauberen Abschluss hin zur Wand und sollten möglichst gut zur Farbe bzw. dem Design des Bodens passen. Heutzutage lassen sich Fußleisten auf allen Bodenbelägen verwenden - ganz egal, ob Laminat, Parkett oder Teppichboden. Alles, was Sie zu diesem Thema wissen müssen, zeigen wir Ihnen hier.

Aus welchen Materialien bestehen Sockelleisten?

Mittlerweile ist die Auswahl an verschiedenen Sockelleisten riesig und bietet etwas für jeden Geschmack. Sie sind in den unterschiedlichsten Farben, Materialien und Designs erhältlich - auch hinsichtlich der Befestigung gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Die meisten Menschen entscheiden sich für Modelle, welche mit der Optik des Bodens harmonieren. Allerdings spielt auch der Stil eine Rolle: Bei einem klassischen Parkett sind breite Sockelleisten im typischen Berliner- oder Hamburger-Profil ein eleganter Blickfang - für moderne Laminatböden bieten sich dagegen Leisten aus Aluminium oder auch schmalere Holzleisten in passender Farbe an.

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Immer mehr Menschen erkennen jedoch ebenso das Potenzial der Fußleiste als wichtiges Stilelement und setzen bewusst auf farbenfrohe Akzente: Es kann durchaus ein schöner Blickfang sein, wenn die Leiste einen Kontrast zum Boden darstellt - allerdings sollte sie dennoch zu ihm passen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind schier unendlich. So kann ein Haus, das man modern eingerichtet hat, zum Beispiel mit einer Kombination aus Alu-Sockelleisten und einem Parkettboden gestaltet werden. Bei Fliesen werden allerdings nur selten Sockelleisten verwendet - hier kommen dagegen häufig "Leisten" aus Fliesen zum Einsatz, die aus demselben Material bestehen und in ca. 10 cm Höhe entlang der Wand verlaufen.

Wie können Sockelleisten befestigt werden?

Sockelleisten können auf unterschiedliche Art befestigt werden. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sie an der Wand bzw. am Boden zu verschrauben oder mit Stahlstiften zu fixieren. Es gibt auch Varianten, die sich am besten mit speziellem Klebeband montieren lassen - dies hält dann ebenfalls dauerhaft, bis man sie wieder ablösen möchte. Eine weitere Variante sind Clips, die von immer mehr Herstellern angeboten werden. Man steckt die Leisten auf die Clips, welche man zuvor an der Wand verschraubt.

Die Sockelleiste als praktischer Kabelkanal

Oft ist es ärgerlich, wenn man lange Kabel zwischen Fernseher und Sat-Anlage oder zwischen PC und Internet-Modem verlegen muss. Hier hat man manchmal keine andere Möglichkeit, als einen Kabelkanal zu verlegen. Dies ist zwar praktisch und sorgt dafür, dass die Kabel nicht störend auf dem Boden herumliegen - allerdings sieht auch dieser nicht so wirklich gut aus. Eine andere Lösung ist, sich für Fußleisten zu entscheiden, die etwas breiter sind bzw. gebogen zur Wand stehen. In diesem Hohlraum können dann mehrere Kabel untergebracht werden, gleichzeitig wird die Dehnungsfuge effektiv verdeckt. Auf diese Weise schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und alles ist sauber unterbracht.

Lassen sich Fußleisten auch für Feuchträume verwenden?

Fußleisten sehen in erster Linie gut aus und schützen die Dehnungsfuge zwischen Wand und Boden vor Schmutz - allerdings haben sie ebenso die Aufgabe, vor eindringender Feuchtigkeit zu schützen. In Feuchträumen, wie zum Beispiel im Bad oder in der Küche, kann dies besonders wichtig sein. Bekanntlich entsteht beim Duschen, beim Baden, beim Kochen oder auch beim Abspülen von Geschirr mit heißem Wasser mehr oder weniger intensiver Dampf. Dieser kann zwar meist durch das Fenster abziehen, dennoch verbleibt ein gewisser Teil der Feuchtigkeit im Raum. Befindet sich nun keine Fußleiste zwischen Boden und Wand, kann diese in den Hohlraum eindringen und sich dort niederlassen. Das Resultat können nicht nur auffällige Wellen im Laminat, sondern sogar Schimmel sein.
Achten Sie also darauf, auch in Feuchträumen nicht auf die Leisten zu verzichten.

Wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Produkte, die sich explizit für diese Bereiche eignen.

Worauf Sie bei der Montage von Sockelleisten achten sollten

Sockelleisten sind in der Regel relativ einfach zu verlegen, allerdings ist es wichtig, sich zunächst für Modelle zu entscheiden, die sich auch für den jeweiligen Bereich im Haus eignen. In Feuchträumen sollten die Leisten daher in jedem Fall wasserresistent gefertigt sein - lassen Sie sich hierzu am besten im Fachhandel beraten.

Wenn Sie sich für Leisten aus Holz entscheiden, können Sie zudem zwischen Vollholz oder auch MDF entscheiden. MDF-Platten können dabei sowohl lackiert als auch foliert sein. In der Regel gelten folierte Leisten als beständiger gegenüber Feuchtigkeit, wenn man sie mit Vollholz vergleicht - dennoch sind einmal entstandene Kratzer nur noch mit Mühe zu beseitigen. Hier ist nach einer gewissen Zeit ein Austausch erforderlich, wenn die Oberfläche abgenutzt ist. So sollte man sich gut überlegen, welche Art der Fußleisten man über der Dehnungsfuge einbauen möchte. Hier finden Sie weitere Infos zum Fussbodenverlegen.

Quelle Foto: pixabay.com